Samstag, Mai 19, 2012
intranet

Berufliche Laufbahn von Anfang an gut planen


Quelle: Hauspost, Heidrun Lohse, Artikel vom 30.1.2009,  http://www.hauspost.de/index.php?id=42&oid=2665

Ehrgeizige Ziele gesteckt

Lewenberg • Das Wort Karriereplan mag Dr. Barbara Dieckmann, Seniorchefin der SWS Schulen in der Wismarschen Straße, überhaupt nicht. Es klingt ihr zu starr, nicht menschlich genug.

Dabei trifft es das, was mit den angehenden Masseuren und medizinischen Bademeistern, den Physiotherapeuten, den Logopäden und den Altenpflegern von Anfang an besprochen wird: Wie kann ihre berufliche Laufbahn aussehen? Ein Masseur und medizinischer Bademeister hat zum Beispiel die Möglichkeit, sich nach seiner Ausbildung zum Wellness-Praktiker zu qualifizieren. Er kann auch eine verkürzte Ausbildung zum Physiotherapeuten absolvieren und sich danach für einen Bachelor-Studiengang an einer Hochschule entscheiden. Eine weitere Möglichkeit für ihn ist es, den 2. Akademischen Grad, den Master zu erreichen. Mit ihm hat er die Voraussetzung, wissenschaftlich oder lehrend zu arbeiten bzw. sich um eine leitende Position zu bewerben. Gleich, wie die Entscheidung des jungen Menschen ausfallen wird: Er gehört mit seiner erworbenen Qualifikation zu den Nutznießern des demographischen Wandels. Wenn Mecklenburg-Vorpommern seinen Ruf als „Wellness-Land Nummer 1" festigen will, werden seine geschulten Hände gebraucht.

Die Schüler der Höheren Berufsfachschulen für Logopädie und Physiotherapie schnuppern bereits während ihrer Ausbildung niederländische Luft. Während des ein- bis dreiwöchigen Studienaufenthaltes nehmen sie an Lehrveranstaltungen der Hochschule Heerlen teil, lernen in großen Bibliotheken zu arbeiten und sammeln praktische Erfahrungen. Das Leonardo-Programm macht diesen Studienaufenthalt möglich.

Viel Anerkennung für Gemeinschaftsprojekt der Schulen

Dieses Gemeinschaftsprojekt mit der Heerlener Hochschule wurde als „best practice Projekt" durch die Vergabe-Kommission des Leonardo-Programms ausgezeichnet. Gerade wird nach einem dritten Partner gesucht. Eine Hochschule in Belgien, Finnland oder auch Österreich können sich die Führungsfrauen vorstellen. Die Lehrkräfte der Schulen entwickeln dabei gemeinsam Ausbildungs- und Studienprogramme auf hohem wissenschaftlichen und methodisch-didaktischen Niveau. Selbstverständlich kommt dabei auch die praktische Ausbildung nicht zu kurz. Viele der Absolventen der Höheren Berufsfachschulen für Logopädie und Physiotherapie entschließen sich während ihrer Ausbildung, den Bachelor-Studiengang an der Partnerhochschule in Heerlen zu belegen. Auch für die angehenden Altenpfleger soll es diese Möglichkeit künftig geben. Wenn es nach den Plänen von Dr. Barbara Dieckmann und Juniorchefin Jana Dieckmann geht, werden bald die Tore einer eigenen Fachhochschule weit offen stehen.

Für die SWS-Schulen gibt es zwar keine Karriere- aber doch konkrete Zukunftspläne. Mit Schuljahresbeginn 2009 wird der Campus „Schweriner Haus des Lernens und Studierens", zu dem auch eine Grundschule mit Hort gehört, durch die Klassenstufe 5 einer Integrierten Gesamtschule als Ganztagsschule ergänzt. Über das Neubau-Vorhaben für den Campus am Ziegelsee informieren die Schulunternehmerinnen in einer der nächsten Ausgaben der hauspost.

Quelle: Hauspost, Heidrun Lohse, Artikel vom 30.1.2009, http://www.hauspost.de/index.php?id=42&oid=2665